Orchester-News

2.6.2013 TANGO unter freiem Himmel

Das 1. Hamburger Akkordeon- orchester tritt auf mit dem Tangotanzpaar Verónica und Marcello von Tango Chocolate im Rahmen des Sommer-Tango 2013 in der Hafencity 

erster Auftritt: 17:30 - 18:00 Uhr

zweiter Auftritt: 19:00 bis 19:30 Uhr

Eintritt frei

Auftrittsort: Elbpromenade am Unilever-Haus 

ACHTUNG: bei Regen findet der Auftritt statt im Tango Chocolate, Kirchenallee 25 20099 Hamburg

 

Hier gibt es einen kleinen filmischen Rückblick auf den Auftritt des 1. HAO mit Verónica und Marcelo vom Tango Chocolate im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe, Januar 2013.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vorstellung und Chronik des 1., 2. und 3. Hamburger Akkordeonorchesters

der Musikschule Schneider


Die Zusammenlegung des „Alstertaler Akkordeonorchesters“ mit dem „Ahoi-Orchester“ führte im Jahre 1962 zur Gründung des 1. und 2. Hamburger Akkordeonorchesters der Musikschule Schneider. Der studierte Akkordeonlehrer und Dirigent Armin Schneider, unter dessen Leitung das Orchester bis 2001 stand, lebte und liebte die Musik, die er unzähligen Akkordeonschülern in mehr als 40 Jahren näher brachte. Viele seiner Schüler teilten seine Leidenschaft und traten dem Orchester bei.

1. HAO1. Hamburger Akkordeonorchester

 

Musik spielte im Jahr 1964 zwar eine weltweite Rolle, doch das Repertoire für das noch sehr junge Akkordeon war noch rar. Als klassisches Instrument konnte sich das Akkordeon bis zum heutigen Tage nicht durchsetzen, obwohl einzelne Versuche namhafter Komponisten stattgefunden haben, wobei als wohl prominentestes Beispiel die Wirtshausszene aus Alban Berg Wozzeck zu nennen ist.

 

Die großen Komponisten der Originalmusiken für Akkordeon, wie Rudolph Würthner, Fritz Dobler oder Heinz Ehme begannen diese Repertoirelücke zu schließen, indem anspruchsvolle Orchesterwerke mit hohem Individualitätscharakter entstanden. Dieses Repertoire trug dazu bei, dass Wettbewerbe und Festivals entstehen konnten, bei denen auch das 1. Und 2. Hamburger Akkordeonorchester häufig gastierten. So belegten die Orchester erste Plätze in Offenburg (1971), Wien (1974), Bernsheim (1980), Kopenhagen (1996) und Bestplatzierungen in Luzern (1968) und Innsbruck (1975). Im Rahmen seiner Musikschule pflegte Armin Schneider zudem die Ensemblearbeit (Hamburger Akkorden-Quintett) und war auch hier erfolgreich: Erste Plätze in Offenburg (1971) und Luzern (1975), zweite Plätze beim Rudolph Würthner-Wettbewerb (1987) und beim Premio Internazionale Castelfidardo (1989).

 

Armin Schneider wollte sich zum Glück nie auf nur ein Musikgenre festlegen und suchte nach immer neuen Stücken, die er zum größten Teil selbst in unzähligen Nachtstunden für Akkordeonorchester bearbeitete. Das weltoffene, vielseitige Orchester und auch das Akkordeon selbst erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, so dass vermehrt auch Konzerte im großen Saal der heutigen Laeiszhalle vor mehr als 1000 Zuhörern stattfanden.

Armin Schneider leitete die Orchester mit Temperament, Hingabe und Leidenschaft und trug so zur Popularität des Akkordeons bei. Nach 37 Jahren gab er den Dirigentenstab ab. Mit Waldemar Gudi, Profimusiker auf dem Bajan (russisches Akkordeon), wurde im Jahre 2001 ein würdiger Nachfolger gefunden, der die musikalische Leitung des Orchesters übernahm und vor allem auch die Philosophie Armin Schneiders weiterführte.

 

Seit 2001 liegt der Schwerpunk des Orchesters auf einem vielseitigen Repertoire und interessanter projektbezogener     Arbeit. Die Originalmusiken von Adolph Götz, Fritz Dobler und Heinz Ehme erfuhren im Laufe der Jahre eine Reminiszenz, die in einem Konzert zu Ehren Heinz Ehmes in der Laeiszhalle gipfelte, bei dem ausschließlich Werke des anwesenden Hamburger Komponisten aufgeführt wurden.

2. Orchester22. Hamburger Akkordeonorchester


Auch klassische Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Alexander Borodin, Aram Chatschaturjan, Peter Tschaikowski, Jean Sibelius oder Leonard Bernstein, finden regelmäßigen Einzug in die Konzertprogramme des Orchesters. Ein toller Erfolg war zum Beispiel das zusammen mit einem Klarinettisten gestaltete Konzert, bei dem Carl Stamitz‘ drittes Klarinettenkonzert aufgeführt, oder jenes, bei dem Gershwins Summertime gemeinsam mit einer Sopranistin präsentiert wurde.


Parallel dazu entdeckte Waldemar Gudi mit dem Orchester den Tango, bei dem der argentinische Komponist Astor Piazzolla eine prominente Rolle spielt. Auch dieses Repertoire mündete bereits mehrfach in Tangomatinees (z.B. 2008 im Hamburger Logenhaus), die eine großartige Zusammenarbeit mit einem Tangopaar mit sich brachte.
Seit mehreren Jahren tritt das 1. Hamburger Orchester zudem im Rahmen der langen Nacht der Museen im Altonaer Museum auf und rundet die maritime Ausstellung mit musikalischer Untermalung ab.

 

3. HAO3. Hamburger Akkordeonorchester

Weltoffenheit gegenüber Musik beinhaltet für Waldemar Gudi auch das Einstudieren von Pop- (z.B. von Celine Dion) und Jazzstücken (wie Take Five). Im Dezember des Jahres 2009 ist in diesem Zusammenhang ein einmaliges Projekt mit der Hamburger Rockband BrunsBerg entstanden.

 

Zukünftig ist beispielsweise auch ein Filmmusik-Projekt geplant, bei dem die Entwicklung dieser Musik über viele Jahrzehnte nachvollzogen werden soll. Dazu übt da Orchester bereits heute Werke wie West Side Story, Fluch der Karibik oder Herr der Ringe ein.

Wer mitspielen will, ist herzlich zu den Proben willkommen! Jederzeit freuen sich die Orchester über neue Mitspieler, mit denen in erster Linie der gemeinsame Spaß an der Musik im Vordergrund stehen soll.

 

Die Proben finden statt: 

1. Hamburger Akkordeon Orchester – Mittwochs 19:30 – 22:00 Uhr
2. Hamburger Akkordeon Orchester – Montags 19:30 – 22:00 Uhr (Fortgeschrittene)
3. Hamburger Akkordeon Orchester – Donnerstags 18:30 – 20:30 Uhr (Einsteiger)


Kontakt über die Musikschule Schneider, Tel: 040 / 538 40 44